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Chronik

UKH Kalwang 1910

Vom Gesindespital zum modernen Unfallkrankenhaus -
Das UKH Kalwang einst und heute

Der Gutsbesitzer Rudolf von Gutmann baute von 1912 bis 1914 für seine Arbeiter und Angestellten das Kalwanger Krankenhaus.

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurde es als Verwundetenspital benutzt. Vorübergehend war es auch Rekonvaleszenten-Zentrum mit angeschlossenen Prothesenwerkstätten.

In den zwanziger Jahren wurden vor allem Verletzte nach Arbeitsunfällen in der Land- und Forstwirtschaft, dann auch mehr und mehr Verkehrsunfallopfer behandelt.

Die Landwirtschaftskasse pachtete 1929 das Gutmannsche Krankenhaus, kaufte es zwei Jahre später und gestaltete es in ein Unfallkrankenhaus um.

1948 übernahm es die Land- und Forstwirtschaftliche Sozialversicherung und sorgte für Erweiterungen: Ein Zubau wurde errichtet und ein Teil des Altbaus aufgestockt.

Seit 1958 ist das Krankenhaus auch Ausbildungsstätte für Unfallchirurgie. In den fünfziger und sechziger Jahren wurden immer mehr Verkehrsunfallopfer von der berüchtigten "Gastarbeiterroute" eingeliefert und behandelt, später auch Patienten nach Skiunfällen.

Bis 1962 wurden ein Neubau für Personal und Verwaltung errichtet, ein neuer Operationssaal und ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet sowie die Bettenzahl auf 71 erhöht.

1974 übernahm die Sozialversicherungsanstalt der Bauern die Anlage.

Historische Instrumente Im Bild:
Historische Instrumente


Von 1966 bis 1986 führte Primarius Dr. Hans Krotschek das UKH Kalwang. Er hatte seine unfallchirurgische Ausbildung bei Prof. Lorenz Böhler in der weltberühmten "Webergasse" in Wien absolviert. Er begründete die "Medizinische Dokumentation" in der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA).

1982 übernahm die AUVA das Krankenhaus und konnte damit das Netz ihrer Heilstätten in Österreich vervollständigen.

1986 beschloss der Vorstand der AUVA den Ausbau des UKH: Es sollte den gleichen hohen Standard wie die anderen Akutspitäler der AUVA bekommen.

1994 wurde der Zu- und Umbau eröffnet.

Seit 2003 ist das AUVA-Unfallkrankenhaus Kalwang mit der neuesten Medizintechnik (Magnetresonanz Gerät, digitales Röntgen) ausgestattet.

Am 1. September 2009 übernahm Primarius Dr. Harald Etschmaier die ärztliche Leitung.

Im Sommer 2014 feierte das UKH Kalwang sein 100-jähriges Bestehen.
linkPressemitteilung