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Brustkrebs früh erkennen

Logo Ö Brustkrebsfrüherkennungsprogramm Im Brustkrebsmonat Oktober startet das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm eine Info-Kampagne, um über die neuen Möglichkeiten und wichtigsten Eckpunkte des Programms zu informieren. Die wichtigsten Informationsquellen über die Neuerungen sind die Telefon-Serviceline 0800 500 181 und die Website www.frueh-erkennen.at.


Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm bietet einen qualitätsgesicherten, systematischen Ablauf für Frauen in Österreich. Es ersetzt alle Mammographie-Angebote zur Früherkennung von Brustkrebs vor 2014. Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren können alle 24 Monate mit ihrer e-card zur Früherkennungsmammographie gehen; eine Einladung oder Zuweisung zur Untersuchung ist nicht notwendig. 


Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren bzw. ab 70 Jahren können sich bei der Telefon-Serviceline 0800 500 181 oder online auf www.frueh-erkennen.at zum Programm anmelden und mit der Einladung und ihrer e-card zur Untersuchung gehen. 

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Verlässliche Methode 

Das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening gilt derzeit als die verlässlichste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Umfassende Qualitätskriterien für die Untersuchung – wie eine standardisierte Doppelbefundung nach dem 4-Augen-Prinzip sowie neueste technische Geräte – und verbindliche Zertifizierungen für die am Früherkennungsprogramm teilnehmenden Radiologinnen und Radiologen sichern die hohe Qualität des Programms. Die Möglichkeit zur diagnostischen Mammographie, die der Abklärung von Beschwerden oder eines Krankheitsverdachts dient, bleibt unverändert. 


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Früherkennung für gesunde Frauen 

Die Mammographie als Früherkennungsuntersuchung richtet sich an gesunde Frauen ohne Anzeichen einer Brustkrebserkrankung. Die Untersuchung hat aber nicht nur einen Nutzen, sondern ist auch mit Risiken wie falsch-positiven Befunden, Überdiagnosen und Übertherapien sowie der wiederholten Strahlenbelastung verbunden. „Der Nutzen und die Risiken der Mammographie-Untersuchung wurden weltweit in großen Studien mit mehr als 600.000 Frauen untersucht. Auf dieser Basis wird international in den meisten Ländern empfohlen, dass Frauen zwischen 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre zur Mammographie gehen sollten. In Österreich haben wir in Abstimmung mit medizinischen Expertinnen und Experten die Altersgrenzen für die Kernzielgruppe mit 45 bis 69 Jahren weiter gefasst. Aber auch Frauen über 70 können bei uns weiterhin zur Mammographie gehen, wenn sie dies wünschen“, erklärt Dr. Marianne Bernhart, programmverantwortliche Medizinerin des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms, die Hintergründe. 


Die umfassende Information der Frauen in Österreich über die neue Möglichkeit der Früherkennungsmammographie steht auch auf der Prioritätenliste der Gesundheitsministerin Dr. Sabine Oberhauser ganz oben. „Als Gesundheitsministerin, aber auch als Ärztin und als Frau begrüße ich daher die neue Informationskampagne des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms. Bei einem so emotionalen Thema wie Brustkrebs ist es wichtig, die Frauen auch emotional anzusprechen. Zudem soll die Informationskampagne Aufmerksamkeit erregen. Beides ist aus meiner Sicht gut gelungen“, so Gesundheitsministerin Oberhauser. 


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Grünes Erinnerungsbändchen als starkes Symbol  

Mit einem grünen Erinnerungsbändchen wurde ein starkes Symbol für die Brustkrebs-Früherkennung gefunden. Grün ist nicht nur die Farbe der Hoffnung, sondern auch eine Programmfarbe des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms – daher wurde die Farbe auch für das Erinnerungsbändchen gewählt. Dieses soll über die radiologischen Standorte an Frauen im Zusammenhang mit einer Früherkennungsmammographie verteilt werden und sie an ihre nächste Untersuchung erinnern. Das grüne Erinnerungsbändchen soll zum Gesprächsthema bei Frauen werden und die Wirkung der Informationskampagne vervielfachen. „Daher würde es mich persönlich sehr freuen, wenn die Kolleginnen und Kollegen mit dabei sind und das Bändchen möglichst zahlreich bestellen und im Zusammenhang mit einer Früherkennungsmammographie an die Frauen abgeben“, so Univ.-Doz. Dr. Franz Frühwald, Sprecher der regionalverantwortlichen Radiologen des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms. 


Brustkrebsfrüherkennungsprogramm

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Kampagne soll Frauen ansprechen und informieren

Die österreichweite Kampagne des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms richtet sich an alle Frauen in Österreich. Sie soll über die wichtigsten Inhalte des Programms informieren und den Frauen eine informierte Entscheidung zu ermöglichen. „Als Ärztin empfehle ich allen Frauen, sich über das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm zu informieren, unsere Webseite www.frueh-erkennen.at zu besuchen oder bei der Telefon-Serviceline 0800 500 181 anzurufen. Mir ist auch wichtig, dass die ‚richtigen‘ Frauen im ‚richtigen‘ Intervall zu der für sie so wichtigen Untersuchung gehen, damit Brustkrebs möglichst früh erkannt und bestmöglich behandelt werden kann. Mit ‚richtig‘ meine ich vor allem die Kernzielgruppe der 45- bis 69-jährigen Frauen“, so die programmverantwortliche Medizinerin Bernhart.


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Positive Entwicklung der Früherkennungsmammographien 

Bis dato wurden in Österreich rund 410.000 Mammographien durchgeführt. Der Anteil der Früherkennungsmammographien hat sich von Anfang des Jahres bis jetzt positiv entwickelt. Seit einigen Wochen machen die Früherkennungsmammographien 60 Prozent der durchgeführten Mammographien aus. „Wir sind zufrieden, dass das Programm immer besser angenommen wird. Es ist uns aber bewusst, dass viele Frauen mit dem Nutzen und Ablauf des neuen Systems noch nicht ausreichend vertraut sind, deswegen wollen wir verstärkt informieren. Der deutliche Anstieg der Früherkennungsmammographien zeigt , dass die vor dem Sommer vorgenommenen Adaptionen des Programms wirken“, so Manfred Brunner; Obmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse und Verhandlungsführer der Sozialversicherung bei der Programmentwicklung. 


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Neuerungen seit Juli 2014 

Mit Anfang Juli wurden insbesondere folgende Maßnahmen umgesetzt: Freischaltung der e-cards aller Frauen der Kernzielgruppe im Alter von 45 bis 69 Jahren für die Früherkennungsmammographie und Inkrafttreten einer erweiterten Indikationenliste für die diagnostische Mammographie. „Zudem gab es bis Ende Juni eine Übergangsfrist, während der auch noch Zuweisungen zur diagnostischen Mammographie möglich waren, die sich nicht streng an der Indikationenliste orientiert haben. Die mit Juli umgesetzten Maßnahmen sowie das Ende der Übergangsfrist führen dazu, dass aussagekräftige Daten über das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm erst beginnend mit Juli 2014 vorliegen“, erklärt Brunner.Diese Maßnahmen sowie die Aufhebung der Altersgrenze nach oben sind dafür verantwortlich, dass sich das Programm positiv entwickelt hat. Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Sozialversicherung, Ländern und Österreichischer Ärztekammer. 


Mag. Christian Boukal

Oktober 2014


Fotos: Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015