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Medikamente im Test – Stiftung Warentest prüft und bewertet

Medikamente im Test – Stiftung Warentest prüft und bewertet

Wir wissen, was Sie schlucken, erklärt die deutsche Stiftung Warentest. Ob Medikamente für Magen-Darm-Beschwerden, Stoffwechselstörungen, Neurodermitis, Erkältung oder Allergie: „Medikamente im Test“ hat unabhängig und objektiv die 9.000 gängigsten rezeptfreien und rezeptpflichtigen Medikamente bewertet. Testergebnis: Überraschend viele rezeptfreie Medikamente taugen nichts. 

Die vom Deutschen Bundestag 1964 gegründete Verbraucherorganisation veröffentlichte am 10. Oktober 2017 den 768 Seiten starken Band „Medikamente im Test“. Das Buch kostet 29,90 € und wirbt mit kostenloser Lieferung. Der pdf-Download kostet 24,99 €.  

Eigentlich ist das dicke Nachschlagewerk für alle gemacht, die Medizin selbst kaufen oder sich ärztlich verschreiben lassen. Doch auch Ärzte und Apotheker könnten es nutzen, um Patienten verständlich und unkompliziert aufzuklären über Risiken, Nebenwirkungen, aber auch die Wirkweisen der Medizin. Die Pharma-Experten der Stiftung Warentest haben mit dem neuen Buch Medikamente im Test ein ungemein praktisches, kinderleicht zu benutzendes Mammutwerk erstellt.

Die Kapitel sind nach Krankheitsbildern farbig sortiert und nach lebensnahen Fragestellungen („Ist eine Selbstbehandlung möglich?“, „Wann zum Arzt?“) gegliedert. In einfachen Tabellen werden alle Medikamente zu einer Krankheit alphabetisch aufgelistet – in den Ampelfarben. Hier können selbst Laien eine blitzschnelle, sichere Entscheidung für oder gegen ein Medikament treffen. Ergänzend werden die verschiedenen Wirkstoffe ganz genau erklärt – fachlich präzise, umfassend und ganz ohne Fachchinesisch. Zusätzlich gibt es jeweils Infos für spezielle Zielgruppen wie Kinder, Schwangere oder Ältere.

Unter dem Stichwort „Wichtig zu wissen“ listen die Autoren rund um den renommierten Pharmakologen Prof. Gerd Glaeske alles Wesentliche auf, das man zum Krankheitsbild und zum Einsatz des Präparates wissen sollte, und auch, was außerdem helfen kann. Und es gibt großes Sparpotenzial: 20 Aspirin-Tabletten kosten zum Beispiel 6,59 Euro, das entsprechende Generikum von ASS 1A ist für 2 Euro zu haben; 6 Kapseln vom Durchfallmittel Imodium akut kosten 5,28 Euro, das Generikum Loperhoe 2,76 Euro.   

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Das Nachschlagewerk für Patienten 

Umfassende Informationen aus unabhängiger Quelle – auf dem neuesten Stand der Wissenschaft: Das Handbuch basiert auf jahrelangen, kontinuierlichen Medikamententests der Stiftung Warentest und ist für jeden leicht verständlich gestaltet. Detailliert und übersichtlich gegliedert, steht zuerst eine Einführung in das jeweilige Krankheitsbild. Hinweise zu Wechsel-, Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen helfen, gezielt zu handeln. Bewertet werden Medikamente und Wirkstoffe in Tabellen im bekannten Test-Look. 

  • Umfassend und übersichtlich: Rezeptfreie und rezeptpflichtige Medikamente im Test
  • Bewertungen von „geeignet“ bis „wenig geeignet“ in übersichtlichen Tabellen
  • Mit speziellen Tipps für Schwangere, Kinder und Ältere  

„Nur weil ein Arzneimittel in Deutschland zugelassen ist, muss es nicht sinnvoll sein.“ Die Gutachter der Stiftung Warentest legen noch strengere Maßstäbe an als die Zulassungsbehörden. Ein Team unabhängiger Experten unter Leitung des Pharmazeuten Prof. Gerd Glaeske bewertet die Arzneimittel. Es stuft die Medikamente in vier Bewertungskategorien von „geeignet“ bis „wenig geeignet“ ein. Wichtige Kriterien sind, ob ein Mittel verträglich und gut erprobt ist und wie es langfristig wirkt. Insbesondere kommt es für die Experten bei der Bewertung darauf an, dass das Medikament nicht nur Symptome lindert, sondern einen tatsächlich erlebbaren Nutzen für den Patienten hat: Werden Beschwerden nachhaltig gelindert, Folgeerkrankungen vermieden, die Lebenszeit verlängert?

 

Mag. Christian Boukal

Oktober 2017


 

FOTO: Stiftung Warentest, www.test.de, Screenshot

Zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2017