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Physiotherapie / Sportwissenschaft


Nach ärztlicher Erhebung von Anamnese und Status erfolgt die Indikation und - soweit medizinisch möglich - die Durchführung einer Fahrradergometrie nach dem Protokoll und den Standards der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft. Damit soll die Beurteilung einer allfälligen wesentlichen Einschränkung der Coronarreserve, wesentlicher cardiocirculatorischer Parameter (Herzfrequenzverhalten, Blutdruck, Arrhythmieneigung), der cardiopulmonalen Leistungsfähigkeit sowie der allgemeinen Leistungsmotivation in den Grundzügen möglich gemacht werden. Auf dieser Basis erfolgt unter ärztlicher Verantwortung interprofessionell die Entwicklung eines an Kraft, Ausdauer, Koordination und Metabolismus orientierten Trainingsprogrammes, das überwiegend im Gruppensetting absolviert wird. Auch verordnetes gerätegestütztes Training erfolgt personell betreut, teils mit technischer Überwachung (EKG- bzw. Leistungs-Monitoring).

Die Dosierung der Trainingsintensität erfolgt an überwiegend gewichtsfrei funktionierenden, elektronisch gesteuerten Geräten individuell nach sportwissenschaftlich / trainingstherapeutischen Kriterien. Training in Gruppen, das teils im Turnsaal, teils im hauseigenen Hallenbad, teils im freien Terrain abgehalten wird, erfolgt in 3 Leistungsgruppen.

Aufgabe der Sportwissenschaft im Therapiezentrum Buchenberg ist es, die Patientinnen und Patienten bei der Umsetzung ihres individuell verordneten Bewegungsprogramms zu betreuen und zu unterstützen.

Ziel des therapeutischen Trainings ist im Allgemeinen eine Steigerung der körperlichen Fitness und im Speziellen der muskulären Kraft, der aeroben Ausdauer, der sensomotorischen / neuromuskulären Koordination sowie der Gelenksbeweglichkeit.

Indikationsbezogen kann eine physiotherapeutische Betreuung (Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, Entwicklung eines individuellen bewegungstherapeutischen Planes) erfolgen.

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Heil- bzw. Krankengymnastik und medizinische Trainingstherapie

Heilgymnstik


Die Heil- bzw. Krankengymnastik ist ein Teil der Physiotherapie / Sportwissenschaft und beinhaltet die Durchführung von speziell abgestimmten Übungen (passiv, assistiv, aktiv oder resistiv) im Einzel- oder Gruppensetting.

Spezielle Maßnahmen dienen der körperlichen Mobilisierung, Verbesserung der Körperhaltung, Regulierung der Muskulatur (z.B. mit Kräftigungs-, Dehnungs- und Koordinationsübungen), Mobilisation des Nervensystems und steigern das Körperbewusstsein. Mit Hilfe der medizinischen Trainingstherapie können entsprechend dem jeweiligen Heilungszustand gezielte Kräftigungs- und Koordinationsübungsprogramme erarbeitet werden.

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Medizinisches Ausdauertraining

Unter medizinischem Ausdauertraining versteht man Trainingsprogramme und Trainingsformen, deren Ziel es ist, die Fähigkeit des Körpers zu verbessern, über einen ausgedehnten Zeitraum eine Leistung zu erbringen.

Nach der erfolgten Leistungsergometrie im Therapiezentrum wird die Patientin bzw. der Patient einem individuellen Ausdauertrainingsprogramm zugeteilt. Die Zuteilung zu den Wandergruppen in eine der 3 Leistungsgruppen erfolgt nach der Fahrradergometrie entsprechend der individuellen kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit.

Die Wandergruppen 1 und 2 bewältigen Routen im mittelsteilen Gelände auf den Wanderwegen des Buchenbergs (je nach Belastbarkeit mit unterschiedlichem Tempo). Die Wandergruppe 3 bewegt sich überwiegend in der Ebene auf befestigten Wegen.

Mittels Pulsuhren kann die Herzfrequenz kontrolliert werden.

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Medizinisches Krafttraining

Medizinisches Krafttraining


Auf Grundlage der ärztlichen Untersuchung wird ein individuelles Trainingsprogramm durch die Physiotherapie / Sportwissenschaft auf hochmodernen Kraftgeräten erstellt. Neben den Übungen im Fitnessraum liegt der Fokus auch auf der Nachhaltigkeit im Muskelkraft- und Ausdauerbereich, welche die Patienten in Turngruppen mit abgestufter Belastung erlangen.

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Allgemeine Muskelkräftigung

Es werden Kräftigungs-, Koordinations- und Dehnungsübungen im Turnsaal mit und ohne Kleingeräte durchgeführt. Als Hilfsmittel kommen z.B. Gymnastikbälle, Schaumstoffpolster, Therabänder, Handgewichte, Gewichtsstangen sowie Schwungstäbe zum Einsatz.

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Wassergymnastik

Das Training im Wasser beinhaltet eine Kombination aus Laufvariationen und Schwimmübungen. Die Verwendung verschiedener Aquatrainingsgeräte (Schwimmbretter, -nudeln, Wasserhanteln, Bälle) - teils zur Erhöhung des Wasserwiderstandes, teils als Auftriebshilfe - ermöglicht ein abwechslungsreiches Bewegungsprogramm.

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Gleichgewichtstraining

Die Gruppe Gleichgewichtstraining beinhaltet sensomotorische Übungen unter Verwendung instabiler Unterlagen wie z.B. Kreisel, Schaumstoffpolster oder Wackelbretter. Ziel ist unter anderem, durch schnelles Reagieren gefährliche Situationen im Alltag wie z.B. Stürze zu vermeiden.

Die Übungen werden überwiegend im Stand / Einbeinstand, im Gehen sowie in anderen Ausgangspositionen (z.B. Rückenlage, Vierfüßlerstand mit verschiedenen Stützvarianten) absolviert, um die Rezeptoren in möglichst vielen Gelenken zu trainieren und so die Bewegungssteuerung bzw. Koordination auch allgemein zu trainieren.