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Alkoholprävention im Betrieb


Moderater Alkoholkonsum gehört in Österreich zum gesellschaftlichen Alltag und genießt hohe Akzeptanz. Die Grenzen zwischen Genuss, Gewohnheit und Missbrauch sind dabei fließend und oftmals nur schwer erkennbar. In der Arbeitswelt bringt bereits geringer Alkoholkonsum große Folgen mit sich. Unter Alkoholeinfluss sind die Risikobereitschaft und damit auch die Unfallgefahr erheblich erhöht. Alkoholkonsum verursacht deutlich höhere Fehlzeiten, häufigere Krankenstände und eine reduzierte Leistungsfähigkeit. Durch Produktivitätsverluste entstehen so jährlich ökonomische Kosten von rund 442 Mio. Euro.

 

Betriebe können einen zentralen Beitrag zur Prävention leisten!

Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz verpflichtet ArbeitgeberInnen im Unternehmen für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit zu sorgen (Fürsorgepflicht). Andererseits dürfen ArbeitsnehmerInnen sich und andere nicht vorsätzlich gefährden (Treuepflicht). Ein generelles Alkoholverbot am Arbeitsplatz wird jedoch durch das Gesetz nicht festgelegt. Dennoch empfiehlt es sich den Umgang mit Alkohol und anderen Suchtmitteln im Unternehmen für alle MitarbeiterInnen einheitlich zu regeln und gleichzeitig auf Aufklärung und Information zu setzen. Darüber hinaus können Betriebe einen erheblichen Beitrag leisten, wenn sie gesundheitsförderliche Arbeitsplätze schaffen. Ein gutes Betriebsklima, anerkennendes und wertschätzendes Führungsverhalten sowie ein passendes Maß hinsichtlich der Arbeitsanforderungen sind wesentliche Schutzfaktoren im Arbeitsumfeld und beugen der Entstehung von problematischen und übermäßigen Suchtmittelkonsum vor.  

 

Die österreichische Sozialversicherung möchte Betriebe, BeraterInnen und alle am Thema Interessierten informieren: Folder und Checkliste vermitteln wichtige Fakten, erste praktische Ansatzpunkte für die Prävention im Unternehmen sowie wichtige Anlaufstellen.


Weitere Informationen erhalten Sie auch bei den Österreichischen Suchtpräventionsstellen!

www.suchtvorbeugung.net