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Information bezüglich BREXIT


Am 29.01.2020 hat das Europäische Parlament dem Brexit-Austrittsabkommen zugestimmt. Da bereits zuvor das Austrittsabkommen im Vereinigten Königreich alle parlamentarischen Hürden genommen hatte, stand somit fest, dass gleichzeitig mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs am 31.01.2020 um 0 Uhr das Austrittsabkommen in Kraft tritt.

 

Das Austrittsabkommen sieht eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2020 vor, während der das Unionsrecht auf alle britischen Staatsangehörigen unverändert weiter anwendbar ist. Im Bereich der sozialen Sicherheit sind somit die Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 und Nr. 987/2009 im Verhältnis zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich uneingeschränkt weiter anwendbar. Bis Ende des Jahres 2020 ergeben sich daher im Bereich der sozialen Sicherheit keine Rechtsänderungen und alle sowohl von den britischen als auch von den österreichischen Sozialversicherungsträgern ausgestellten Bescheinigungen gelten unverändert weiter.

 

Ob der Übergangszeitraum gegebenenfalls verlängert wird, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden. Wie die Rechtslage ab dem 1.1.2021 sein wird, bleibt abzuwarten und wird insbesondere davon abhängen, ob und in welchem Umfang die zu verhandelnden künftigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union bzw. deren Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich Regelungen zur Koordinierung der Sozialversicherungssysteme enthalten wird.

Zuletzt aktualisiert am 03. Februar 2020