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Informationen Ihrer Sozialversicherungen in Zeiten von Corona


Die Sozialversicherungen kümmern sich um die bestmögliche Versorgung ihrer Versicherten auch in dieser speziellen Zeit.

 

Erreichbarkeit der Sozialversicherungen

Die Kundenservicestellen der ÖGK, PVA, AUVA, SVS und BVAEB werden ab 18. Mai wieder geöffnet: Einzuhalten sind bei Besuchen das Tragen von Mundschutzmasken, das Desinfizieren der Hände bei den Einrichtungen vor Ort und das Halten eines 1-Meter-Abstands zu anderen Personen. Bei ÖGK, PVA, SVS und AUVA ist weiters eine Voranmeldung notwendig. Auch besteht weiterhin die Möglichkeit, sämtliche Anliegen per Einwurfbox/Postfach vor Ort sowie durch die Übermittlung per eMail, Website oder auf postalischem Weg zu erledigen.

 

ÖGK

www.gesundheitskasse.at/corona, www.gesundheitskasse.at und www.meinesv.at

Haidingergasse 1, 1030 Wien

+43 5 0766-0

kundenservice@oegk.at

 

SVS

www.svs.at, www.svs.at/onlineservices  und www.svs.at/corona  

Wiedner Hauptstraße 84-86, 1050 Wien

+43 50 808 808

gs@svs.at (Gesundheitsservice)

pps@svs.at (Pensionsservice/Pflegegeldservice)

vs@svs.at (Versicherungsservice)

 

BVAEB

www.bvaeb.sv.at und www.meinesv.at


Josefstädter Straße 80, 1080 Wien

+43 50 405 

postoffice@bvaeb.sv.at

 

PVA

www.pv.at und www.neuespensionskonto.at


Friedrich-Hillegeist-Straße 1, 1021 Wien

+43 503 03-0

pva@pensionsversicherung.at

 

AUVA

www.auva.at


Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien

+43 5 93 93-20000

HAL@auva.at

 

Bestmögliche Versorgung für Versicherte

Dienstleistungen von Ärzten, Hebammen, Psychotherapeuten und Psychologen können nun auch per Telefon, Skype oder Videokonferenz in Anspruch genommen werden.

 

Das Krankschreiben beim Arzt ist telefonisch möglich.

 

Die Verschreibung von Medikamenten klappt nun telefonisch beim Arzt:

  1. Sie melden sich telefonisch bei Ihrem Kassenarzt.
  2. Der Kassenarzt verschreibt die benötigten Medikamente.
  3. Die Informationen, welches Medikament abgegeben werden soll, gelangt elektronisch von der Arztpraxis in die Apotheke (alternativ per Fax oder E-Mail).
  4. Die verschriebenen Medikamente können ohne Papierrezept mit Name und Sozialversicherungsnummer in der Apotheke abgeholt werden.
    Es kann auch eine andere Person, z.B. ein Angehöriger oder eine Betreuungsperson, das Medikament für den Patienten abholen.

 

Erleichterung bei Bewilligungen

Bewilligungsfrei sind nun:

  • Viele Medikamente
  • Krankentransporte
  • Heilbehelfe und Hilfsmittel bis zu einem Gesamtausmaß von 1.500 Euro
  • Röntgen und Schnittbilduntersuchungen (ausgenommen CT/MR Bewilligungen betreffend die SVS) 

 

Übergangsfrist für Fotos bei der e-card verlängert

Die Übergangsfrist für Fotos auf der e-card ist von drei auf fünf Monate verlängert worden.

Rund 20.000 Personen sind seit Anfang des Jahres informiert worden, dass sie ein Foto für ihre neue e-card bringen müssen.

Diese Personen haben nun länger dafür Zeit, da die Fotoregistrierungsstellen geschlossen haben müssen.

Innerhalb der fünfmonatigen Übergangsfrist sind Arztbesuche noch mit der alten e-card oder mit Versicherungsnummer und Lichtbildausweis möglich.

Sobald die Fotoregistrierungsstellen wieder geöffnet sind und ein Foto gebracht wird, wird automatisch eine neue e-card produziert.

 

Hilfe für Betriebe

  • SVS: Möglichkeit der Stundung, Ratenzahlung und Herabsetzung der Beitragsgrundlage. Informationen und Anträge dazu unter www.svs.at/corona  
  • ÖGK: Ausständige Beiträge werden nicht gemahnt. Eine automatische Stundung von Beiträgen erfolgt, wenn Betriebe von der "Schließungsverordnung" oder einem Betretungsverbot betroffen sind. Sonstige Betriebe mit coronabedingten Liquiditätsproblemen können bei der ÖGK formlos um Stundung ansuchen. Ratenzahlungen werden formlos akzeptiert. Weitere Informationen unter www.gesundheitskasse.at/corona

 

Reha- und Behandlungseinrichtungen

Reha- und Behandlungseinrichtungen werden im Notfall Spitäler oder bei der Pflege unterstützen.

Über eventuelle Verschiebungen oder Absagen zu Heilverfahren werden Versicherte mit einem individuellem Schreiben informiert.


 

Schutz von Risikogruppen: Information Anfang Mai

Seit Februar 2020 gibt es auch in Österreich an COVID-19 erkrankte Personen. Bei der überwiegenden Anzahl der infizierten Personen verläuft diese Erkrankung mild oder sogar ohne Symptome. Es gibt jedoch auch Personen, die einen schweren Krankheitsverlauf erleiden können und daher zusätzlichen Schutzbedarf haben. Der Dachverband der Sozialversicherungen erhält deshalb ab Anfang Mai den gesetzlichen Auftrag, diese Dienstnehmer und Lehrlinge zu informieren – und zwar auf Basis der Medikamente und medizinischen Leistungen, die für diese Versichertengruppe mit der Sozialversicherung abgerechnet wurden.

Allen, die das Schreiben der Sozialversicherung erhalten, wird empfohlen:

  1. Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt auf, am besten telefonisch oder per E-Mail. Bitten Sie ihn oder sie, mit Ihnen am Telefon eine individuelle Risikoanalyse vorzunehmen.
  2. Sollte Ihr Arzt dabei zum Ergebnis kommen, dass für Sie ein erhöhtes persönliches Risiko besteht, kann Ihr Arzt Ihnen ein entsprechendes „COVID-19 Risiko-Attest“ ausstellen und zusenden. Dieses bestätigt Ihren Schutzbedarf, enthält aber keine Informationen über eine konkrete Erkrankung.
  3. Dieses „COVID-19 Risiko-Attest“ können Sie Ihrem Dienstgeber vorlegen und mit diesem gemeinsam abklären, ob Sie Ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen können (Homeoffice), oder ob Sie an Ihrem Arbeitsplatz vor Ansteckung geschützt werden können.
  4. Wenn Ihr Arbeitgeber diese Bedingungen nicht gewährleisten kann, haben Sie mit dem „COVID-19 Risiko-Attest“ einen gesetzlichen Anspruch auf Arbeitsfreistellung. Ihr Dienstgeber kann in diesem Fall die Gehalts-/Lohnkosten ersetzt bekommen.

Wichtig: Niemand, der das Schreiben der Sozialversicherung bekommt, ist dazu verpflichtet, diese Schritte einzuleiten.


Wenn Sie dazu noch Fragen haben, finden Sie FAQs unter www.sozialversicherung.at/risikogruppen oder www.gesundheitskasse.at/corona

 

Zuletzt aktualisiert am 20. Mai 2020