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Gesundheitskompetenz


Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Informationen in Bezug auf Krankenbehandlung, Prävention oder Gesundheitsförderung zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden. Dazu braucht es einerseits brauchen Menschen die Motivation und Fähigkeiten, um Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden. Andererseits ist die Gesundheitskompetenz abhängig von den Anforderungen und der Komplexität des Gesundheitssystems.



Durch die Förderung des Individuums UND die Optimierung des Systems, leistet die Sozialversicherung einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitskompetenz in Österreich!

Als gesundheitskompetente Organisation bieten wir Informationen für Versicherte und Gesundheitsfachkräfte:


keyword

Gesundheitskompetenz für Versicherte 
-> Motivation und Fähigkeiten steigern 

Gesundheitskompetenz für Gesundheitsfachkräfte
-> Anforderungen und Komplexität reduzieren 


Viele Organisationen beschäftigen sich schon intensiv mit dem Thema Gesundheitskompetenz und haben den Nutzen erkannt. In Oberösterreich, der Steiermark und in Wien sind dabei bereits weitreichende Initiativen entstanden. Wie eine gute Gesprächsqualität, gut gestaltete Informationen und die Einbeziehung der Zielgruppe zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz beitragen können, sehen Sie im nachfolgenden Video:

Download Video "Gesundheitskompetenz" (87.1 MB)


Gesundheits-Apps

Das Angebot an Apps mit Gesundheitsbezug wächst stetig. Zahlreiche Akteure des Gesundheitswesens schätzen das Thema Gesundheits-Apps für die eigene Organisation künftig als wichtig ein. Das vorliegende Factsheet fasst wesentliche Fakten zum Thema zusammen. Zudem zeigt es Entscheidungsträgern sowie Expertinnen und Experten im Gesundheitswesen zentrale Handlungsfelder auf, wie ein qualitätsvoller und zielgerichteter Einsatz von Gesundheits-Apps unterstützt werden kann.

Factsheet Gesundheits-Apps (1.6 MB)

Grundlagenpapier Gesundheits-Apps (2.3 MB)



Gemeinden, die ihre eigene Gesundheitskompetenz einschätzen möchten, können das anhand eines Selbstbewertungsbogens tun. In der Auseinandersetzung mit den Fragen kann dabei festgestellt werden, was zum Thema in der Gemeinde bereits passiert oder wo es Handlungsbedarf gibt. Sinnvoll ist es diese Bewertung im Rahmen eines Workshops durchzuführen und dazu auch Schlüsselpersonen einzuladen. Die im Idealfall moderierte Gruppe könnte z.B. so aussehen: BürgermeisterIn, Amtsleitung, SozialreferentIn, Schulleitung, Arzt/Ärztin, Vertretung aus Wirtschaft, Vertretung der Vereine. 

Selbstbewertungsbogen „Gemeinden für Gesundheitskompetenz!“ (472.7 KB)  


Gesundheitskompetenz - Die Fakten

Die Publikation „Gesundheitskompetenz - Die Fakten“ bündelt das aktuelle Wissen zum Thema Gesundheitskompetenz. Unter dem Titel Solid facts ist der Bericht 2013 erstmal von der Weltgesundheitsorganisation in englischer Sprache erschienen. 

Eine deutschsprachige Version fehlte bis dato. Der Dachverband der Sozialversicherungsträger hat zusammen mit dem Kompetenzzentrum Patientenbildung der Schweizer Careum Stiftung und dem Deutschen Bundesverband der AOK diese Lücke geschlossen. Mit der vorliegenden Publikation sind die Fakten nun auch in deutscher Sprache verfügbar. Überdies wurde der Bericht durch Erkenntnisse aus Deutschland, Schweiz und Österreich erweitert.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: Blog careum.ch



Drei-Länder-Dialog: Gesundheitskompetenz  – Die Fakten

Mit dem Drei-Länder-Dialog am 13. April 2016 konnten wir die gemeinsame Arbeit zum Thema Gesundheitskompetenz von Schweiz, Deutschland und Österreich weiterführen.

Die Präsentation von Prof. Jürgen M. Pelikan finden Sie hier:

Jürgen M. Pelikan Gesundheitskompetenz – Die Fakten (878.6 KB)


Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund aus der Türkei und Ex-Jugoslawien in Österreich – die wichtigsten Ergebnisse der Studie


Hintergrund

Gesundheitskompetenz ist ein wichtiger Einflussfaktor auf die Gesundheit von Menschen und hat nachgewiesene Auswirkungen auf den Erfolg der Krankenbehandlung. Migrationsstatus wird international als Risikofaktor für mangelnde Gesundheitskompetenz und dementsprechende negative Auswirkungen thematisiert. Bisher gab es international nur wenige und in Österreich keine Daten zur Gesundheitskompetenz von MigrantInnen. Um diese Wissenslücken zu schließen wurde vom Dachverband der  Sozialversicherungsträger in Kooperation mit dem Fonds Gesundes Österreich und der Merck Sharp & Dohme GesmbH Österreich die Durchführung der vorliegenden Studie beauftragt.


Zentrale Erkenntnisse der Studie sind:

  • Migrationsstatus bedeutet nicht, dass geringe Gesundheitskompetenz vorliegt:  Entgegen allen Erwartungen ist die Gesundheitskompetenz der untersuchten MigrantInnengruppen nicht schlechter als jene österreichischer BürgerInnen. Sozio-ökonomisch besser gestellte und besser integrierte MigrantInnen haben eine im Vergleich zu entsprechenden österreichischen Gruppen sogar eine bessere Gesundheitskompetenz.

  • Gelungene Integration ist von zentraler Bedeutung: Eine wichtige Rolle in Hinblick auf die Gesundheitskompetenz spielen die Sprachkompetenz sowie die erlebte Integration. Personen mit guten Deutschkenntnissen und erworbener österreichischer Staatsbürgerschaft zeigten deutlich besser Ergebnisse in Hinblick auf die Gesundheitskompetenz.


Sozioökonomische Faktoren sind die entscheidenden Faktoren für die Gesundheitskompetenz – Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz können nur politikfeldübergreifend wirksam werden: Die Studie zeigt nachdrücklich auf, dass eine Verbesserung  der Gesundheitskompetenz hauptsächlich vom allgemeinen sozioökonomischen Status abhängt und migrantInnenspezifische Determinanten eine geringere Rolle spielen.

Download Studie (2.9 MB) 

Download Studie - Anhang (1.5 MB)


Endbericht "Kompakte Gesundheitsinformationen für die Laienversorgung zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Patientinnen und Patienten"

Vor dem Hintergrund aktueller Bestrebungen, die Gesundheitskompetenz von Patientinnen und Patienten zu fördern, spielen wissenschaftlich fundierte, laiengerechte Gesundheitsinformationen eine wichtige Rolle. Der Dachverband der Sozialversicherungsträger beauftragte die GÖG, die systematische Vorgehensweise zur Recherche der besten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz und der laiengerechten und qualitätsgesicherten Aufbereitung anhand von fünf ausgewählten Erkrankungen bzw. Symptomen zu pilotieren. Den Methodenbericht sowie die Ergebnisse finden sie im Downloadbereich.

Download Bericht "Kompakte Gesundheitsinformationen für die Laienversorgung zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Patientinnen und Patienten" (350.3 KB)



Zuletzt aktualisiert am 04. Mai 2021