Ein starkes Zeichen für gesunde Arbeitswelten: Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) zeichnete 2026 wieder heimische Betriebe für ihr besonderes Engagement in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) aus. Insgesamt erhielten 593 Unternehmen das BGF-Gütesiegel für nachhaltige Maßnahmen, um ihren Betrieb gesünder zu gestalten. In Oberösterreich nahmen 116 Betriebe die Auszeichnung stellvertretend für ihre 46.707 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegen. Die feierliche Verleihung fand am 2. März 2026 im Landeskulturzentrum Ursulinenhof statt und startete mit der Begrüßung der Gütesiegelträger durch ÖGK-Obmann Mag. Peter McDonald, der den hohen Stellenwert betrieblicher Rahmenbedingungen für Gesundheit betont.
26 Jahre Betriebliche Gesundheitsförderung – ein Erfolgsmodell mit Zukunft
Seit 26 Jahren setzt das Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung Impulse für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz. Was einst als Pilotprojekt begann, ist heute eines der erfolgreichsten Präventionsprogramme Österreichs. Aktuell profitieren 749.636 Beschäftigte in 2.731 Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen von den Qualitätsstandards der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die prämierten Betriebe dürfen das BGF-Gütesiegel nun bis 2028 als sichtbares Zeichen ihres nachhaltigen Engagements führen.
Gesundheitsförderung als Schlüssel zu Motivation und Erfolg
Korinna Schumann, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hält fest: „Es ist mir ein zentrales Anliegen, dass Menschen in Österreich möglichst lange gesund leben können. Prävention und gesundheitsfördernde Maßnahmen spielen dabei eine entscheidende Rolle – insbesondere am Arbeitsplatz, wo viele Menschen einen großen Teil ihres Alltags verbringen. Unternehmen, die das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst nehmen und mit gezielten Maßnahmen fördern, leisten einen wichtigen Beitrag zur körperlichen und seelischen Gesundheit sowie zu einem positiven Arbeitsklima. Die mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Betriebe zeigen eindrucksvoll, dass nachhaltige Investitionen in Gesundheit nicht nur die Zufriedenheit der Belegschaft stärken, sondern auch die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen fördern. Im Geist der Ottawa-Charta für Gesundheitsförderung, die heuer ihr 40. Jubiläum feiert, werden diese Beispiele viele weitere Unternehmen motivieren, eigene BGF-Initiativen zu starten oder weiterzuentwickeln. Ich gratuliere allen ausgezeichneten Betrieben herzlich und wünsche weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung gesundheitsfördernder Initiativen.“
„In den ausgezeichneten Betrieben ist Gesundheitsförderung fest im Arbeitsalltag verankert und weit mehr als ein bloßes Schlagwort. Sie verbindet das Bewusstsein für die Bedeutung eines gesunden Arbeitsumfelds sowie das langfristige Engagement für entsprechende Maßnahmen“, hält ÖGK-Obmann Mag. Peter McDonald fest. „Gesunde, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg – davon profitieren Betriebe ebenso wie Beschäftigte.“ ÖGK-Obmann-Stellvertreter Andreas Huss, MBA ergänzt: „Der Arbeitsplatz ist ein zentraler Ort der Gesundheitsförderung, an dem Menschen unabhängig von Funktion oder Hierarchie erreicht werden können. Sowohl psychische als auch körperliche Belastungen lassen sich hier erkennen und reduzieren. Betriebliche Gesundheitsförderung ist daher niederschwellig für alle Beschäftigten zugänglich und darauf ausgerichtet, Belastungssituationen entgegenzuwirken und Ressourcen zu stärken.“
Maßgeschneiderte Konzepte für eine gesunde Arbeitswelt
Die Österreichische Gesundheitskasse setzt bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung auf individuelle Lösungen. Die umgesetzten Maßnahmen reichen von Bewegungs- und Ernährungsangeboten über Stressprävention, Weiterbildung und Führungskräfteentwicklung bis hin zu verbesserten Kommunikations- und Organisationsstrukturen. Der große Erfolg zeichnet sich insbesondere durch die wachsende Zahl der verliehenen Gütesiegel aus, die bei mittlerweile 5.701 liegt.
Die Vorsitzende des Landesstellenausschusses der ÖGK in Oberösterreich, KommRin Ursula Krepp, betont: „Eine Arbeitswelt, die sich durch Digitalisierung, hybride Modelle und künstliche Intelligenz rasant wandelt, stellt neue Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigte. Gerade in diesem dynamischen Kontext steigert ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld nicht nur Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern stärkt auch deren Gesundheitsbewusstsein. Sinkende Krankenstände und Fluktuation bei gleichzeitig steigender Produktivität machen deutlich: Betriebliche Gesundheitsförderung schafft nachhaltigen Mehrwert für Mitarbeitende und Unternehmen gleichermaßen.“
Das freut auch Dr. Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ):
„Heute stehen all jene Betriebe im Rampenlicht, die in Sachen Betriebliche Gesundheitsförderung echte Vorreiter und Vorbilder sind. Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der ausgezeichneten Unternehmen erneut steigt. Ich gratuliere jedem einzelnen Betrieb, der aktiv dazu beiträgt, die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlicher zu gestalten. Damit profitieren nicht nur die Mitarbeitenden und die Betriebe selbst, sondern auch die gesamte Gesellschaft vom hohen Qualitätsstandard der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Betriebliche Gesundheitsförderung in Österreich zeigt, dass insbesondere der mit der Ottawa-Charta eingeführte Lebensweltenansatz wirkt.“
Gütesiegel für gelebte Gesundheitskultur
Alle Betriebe, die eine gesundheitsförderliche Unternehmenskultur leben und die Qualitätskriterien der Betrieblichen Gesundheitsförderung erfüllen, können das BGF-Gütesiegel beantragen. Dieses wird jeweils für drei Jahre vergeben.
Die ÖGK begleitet Unternehmen aller Größen auf dem Weg zur Zertifizierung und unterstützt auch langfristig bei der Umsetzung und Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Maßnahmen. Die Teilnahme am BGF-Programm ist kostenlos und freiwillig.
Interessierte finden auf der Website unter www.gesundheitskasse.at/bgf nähere Informationen oder können sich direkt beim BGF-Team unter bgf@oegk.at melden.