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Auszeichnung für zahlreiche gesunde Betriebe in Vorarlberg

2026 erhalten 25 Unternehmen das BGF-Gütesiegel


Ein starkes Zeichen für gesunde Arbeitswelten: Auch 2026 luden das salvus Unternehmensnetzwerk BGF – eine Kooperation von Land Vorarlberg, Österreichischer Gesundheitskasse (ÖGK), Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer – zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), bei der 25 Vorarlberger Betriebe für ihr besonderes Engagement mit dem BGF-Gütesiegel ausgezeichnet wurden. Die feierliche Verleihung fand am 26. März 2026 in der Österreichischen Gesundheitskasse in Dornbirn statt und startete mit der Begrüßung der Gütesiegelträger durch Landesrätin Martina Rüscher, MBA MSc, LSA-Vorsitzenden der ÖGK Dr. Christoph Jenny, Präsident der Arbeiterkammer Vorarlberg Bernhard Heinzle und Direktor-Stellvertreterin der Wirtschaftskammer Vorarlberg Mag. Gudrun Petz-Bechter, die den hohen Stellenwert betrieblicher Rahmenbedingungen für Gesundheit betonten.

Für einen fachlichen Input sorgte Stefan Wally, Politikwissenschafter und Geschäftsführer der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen. In seinem Vortrag „Die nächste Generation – Geht sie alles anders an?“ gab er Einblick in neue Herausforderungen und Werteprioritäten der jungen Generation und unterstrich damit die Bedeutung von BGF auch für die Zielgruppe der jungen Arbeitnehmenden.

Als Höhepunkt des Abends folgte die Verleihung der BGF-Gütesiegel durch die Österreichische Gesundheitskasse. Österreichweit erhielten dieses Jahr 593 Unternehmen das BGF-Gütesiegel für nachhaltige Maßnahmen, um ihren Betrieb gesünder zu gestalten. In Vorarlberg nahmen 25 Betriebe die Auszeichnung stellvertretend für ihre 7.365 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegen.

26 Jahre Betriebliche Gesundheitsförderung – ein Erfolgsmodell mit Zukunft

Seit 26 Jahren setzt das Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung Impulse für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz. Was einst als Pilotprojekt begann, ist heute eines der erfolgreichsten Präventionsprogramme Österreichs. Aktuell profitieren 749.609 Beschäftigte in 2.731 Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen von den Qualitätsstandards der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die prämierten Betriebe dürfen das BGF-Gütesiegel nun bis 2028 als sichtbares Zeichen ihres nachhaltigen Engagements führen.

Maßgeschneiderte Konzepte für eine gesunde Arbeitswelt

Die Österreichische Gesundheitskasse setzt bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung auf individuelle Lösungen. Die umgesetzten Maßnahmen reichen von Bewegungs- und Ernährungsangeboten über Stressprävention, Weiterbildung und Führungskräfteentwicklung bis hin zu verbesserten Kommunikations- und Organisationsstrukturen. Der große Erfolg zeichnet sich insbesondere durch die wachsende Zahl der verliehenen Gütesiegel aus, die bei mittlerweile 5.701 liegt.

Gütesiegel für gelebte Gesundheitskultur

Alle Betriebe, die eine gesundheitsförderliche Unternehmenskultur leben und die Qualitätskriterien des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung erfüllen, können das BGF-Gütesiegel beantragen. Dieses wird jeweils für drei Jahre vergeben.
Die ÖGK begleitet Unternehmen aller Größen auf dem Weg zur Zertifizierung und unterstützt auch langfristig bei der Umsetzung und Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Maßnahmen. Die Teilnahme am BGF-Programm ist kostenlos und freiwillig.

Interessierte finden auf der Website unter www.gesundheitskasse.at/bgf nähere Informationen oder können sich direkt beim BGF-Team unter bgf@oegk.at melden.

Stimmen der Partner*innen:

Landesrätin Martina Rüscher, MBA, MSc: „Der Betrieb ist ein zentraler Lebensort, an dem Menschen einen großen Teil ihrer Zeit verbringen. Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur und Führung prägen Gesundheit und Wohlbefinden entscheidend. Deshalb ist der Arbeitsplatz eine der wichtigsten Stellschrauben für Prävention und nachhaltige Gesundheitsförderung.“

Mag. Gudrun Petz-Bechter, Direktor-Stellvertreterin der Wirtschaftskammer Vorarlberg: „Gesundheit am Arbeitsplatz ist ein wichtiger Faktor für Motivation, Leistungsfähigkeit und nachhaltigen Unternehmenserfolg. Neben der Eigenverantwortung der Mitarbeitenden spielen jedoch Arbeitsbedingungen, Führungsverhalten und Organisation eine ganz entscheidende Rolle. Unternehmen tragen somit eine wichtige Verantwortung dafür, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Gesundheit fördern und Belastungen reduzieren. Wer in gesunde Arbeitsbedingungen investiert, stärkt nicht nur seine Mitarbeitenden, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.“

Bernhard Heinzle, Präsident der Arbeiterkammer Vorarlberg: „Mitarbeitende wissen am besten, wo es im Arbeitsalltag hakt: Zeitdruck, schlechte Abläufe, Lärm, Kommunikationsprobleme. Ohne ihre Perspektive bleiben zentrale Belastungen unsichtbar. Es braucht Akzeptanz, Motivation und eine Vertrauenskultur, die durch ehrliches Zuhören von Arbeitgeber*innen und Suchen nach gemeinsamen Lösungswegen entwickelt wird. Die heute ausgezeichneten Betriebe haben gezeigt, dass sie die BGF mit ihrer partizipativen Haltung verstehen und umsetzen. Dazu gratulieren wir ganz herzlich.“

„In den ausgezeichneten Betrieben ist Gesundheitsförderung fest im Arbeitsalltag verankert und weit mehr als ein bloßes Schlagwort. Sie verbindet das Bewusstsein für die Bedeutung eines gesunden Arbeitsumfelds sowie das langfristige Engagement für entsprechende Maßnahmen“, hält ÖGK-Obmann Mag. Peter McDonald fest. „Gesunde, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg – davon profitieren Betriebe ebenso wie Beschäftigte.“ ÖGK-Obmann-Stellvertreter Andreas Huss, MBA ergänzt: „Der Arbeitsplatz ist ein zentraler Ort der Gesundheitsförderung, an dem Menschen unabhängig von Funktion oder Hierarchie erreicht werden können. Sowohl psychische als auch körperliche Belastungen lassen sich hier erkennen und reduzieren. Betriebliche Gesundheitsförderung ist daher niederschwellig für alle Beschäftigten zugänglich und darauf ausgerichtet, Belastungssituationen entgegenzuwirken.“

Die Vorsitzenden des Landesstellenausschusses der ÖGK in Vorarlberg, Dr. Christoph Jenny und Mag. Franz Beck, betonen: „Eine Arbeitswelt, die sich durch Digitalisierung, hybride Modelle und künstliche Intelligenz rasant wandelt, stellt neue Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigte. Gerade in diesem dynamischen Kontext steigert ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld nicht nur Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern stärkt auch deren Gesundheitsbewusstsein. Sinkende Krankenstände und Fluktuation bei gleichzeitig steigender Produktivität machen deutlich: Betriebliche Gesundheitsförderung schafft nachhaltigen Mehrwert für Mitarbeitende und Unternehmen gleichermaßen.

Dr. Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ):
„Heute stehen all jene Betriebe im Rampenlicht, die in Sachen Betriebliche Gesundheitsförderung echte Vorreiter und Vorbilder sind. Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der ausgezeichneten Unternehmen erneut steigt. Ich gratuliere jedem einzelnen Betrieb, der aktiv dazu beiträgt, die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlicher zu gestalten. Damit profitieren nicht nur die Mitarbeitenden und die Betriebe selbst, sondern auch die gesamte Gesellschaft vom hohen Qualitätsstandard der Betrieblichen Gesundheitsförderung.“