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Bluthochdruck früh erkennen und behandeln

ÖGK informiert anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages am 17. Mai


Rund jeder vierte Mensch in Österreich ist von Bluthochdruck (Hypertonie) betroffen, allerdings weiß nur die Hälfte davon. Da erhöhter Blutdruck häufig keine Beschwerden verursacht, bleibt er oftmals jahrelang unbemerkt. Doch ein dauerhaft erhöhter Blutdruck birgt schwere gesundheitliche Risiken: Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Hypertonie für einen erheblichen Anteil der Gesamtmortalität verantwortlich und gilt als einer der führenden Risikofaktoren für Todesfälle in Österreich. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) macht anlässlich des Welt-Hypertonie- Tages am 17. Mai auf die Bedeutung von Früherkennung und Prävention aufmerksam.

Veranlagung und Lebensstil als Ursachen

Die häufigste Form von Bluthochdruck ist die sogenannte essentielle Hypertonie. Sie entsteht durch ein Zusammenwirken genetischer Faktoren und Lebensstilbedingungen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Salz- und Alkoholkonsum und chronischer Stress, aber auch Nikotinkonsum sowie erhöhte Cholesterin- und Blutzuckerwerte. Zudem steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für Bluthochdruck zusätzlich, da die Elastizität der Blutgefäße abnimmt.

Lange symptomlos, aber nicht harmlos

Hypertonie verläuft in vielen Fällen ohne erkennbare Symptome. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Herzklopfen oder Müdigkeit treten meist erst bei länger anhaltend erhöhten Werten auf. In fortgeschrittenen Stadien können auch Atemnot, Sehstörungen oder Brustschmerzen hinzukommen.

Unbehandelt kann Bluthochdruck langfristig zu schweren Folgeerkrankungen führen. Dazu zählen insbesondere Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Schäden an Organen wie Herz, Gehirn, Nieren, Gefäßen und Augen. Auch das Risiko für Demenz, Nierenschwäche oder Durchblutungsstörungen steigt deutlich.

Blutdruck richtig messen

Regelmäßige Blutdruckmessungen sind entscheidend, um erhöhte Werte frühzeitig zu erkennen. Der Blutdruck besteht aus zwei Werten: dem systolischen (oberen) und dem diastolischen (unteren) Wert.  


Als Richtwerte gelten:

  • Optimal: unter 120/80 mmHg
  • Erhöht: 120/80 bis 139/89 mmHg
  • Bluthochdruck: ab 140/90 mmHg


Wichtig ist eine korrekte Messung unter ruhigen Bedingungen. Dazu gehört unter anderem eine kurze Ruhephase vor der Messung, eine passende Manschettengröße sowie das Messen auf Herzhöhe. Mehrere Messungen hintereinander erhöhen die Aussagekraft der Ergebnisse.
Bei sehr hohen Werten (über 180/110 mmHg) und gleichzeitigen Beschwerden sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Lebensstil als Schlüssel zur Prävention

Prävention beginnt im Alltag: schon kleine Veränderungen können sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken. „Ein gesunder Lebensstil trägt wesentlich dazu bei, den Blutdruck positiv zu beeinflussen und das Risiko für Folgeerkrankungen zu verringern. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, weniger Salz, der Verzicht auf Nikotin sowie ein bewusster Umgang mit Stress leisten einen wichtigen Beitrag zur Herzgesundheit. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, können ärztlich verordnete Medikamente den Blutdruck zusätzlich wirksam regulieren“, betont Prim. Dr. Johann Sipötz, Kardiologe und Vorstand der 2. Medizinischen Abteilung des Hanusch-Krankenhauses der ÖGK in Wien. 

ÖGK unterstützt bei Vorsorge

Die Österreichische Gesundheitskasse bietet umfassende Informations- und Präventionsangebote rund um das Thema Bluthochdruck: Der Workshop „Leichter leben – Blutdruck im Griff“ bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern umfassende Informationen zu Risiken, Lebensstilfaktoren und individuellen Möglichkeiten, den Blutdruck positiv zu beeinflussen. Zusätzlich können über die Website der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) eine Blutdruckbroschüre sowie ein Blutdruckpass bestellt werden.

Mehr Informationen zu diesem Angebot gibt es unter: Leichter leben – Blutdruck im Griff