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Wovon hängt die Höhe der Pension ab?

Die Höhe der Pension hängt von

- dem beitragspflichtigen Einkommen,
- der Anzahl der erworbenen Versicherungsmonate und
- dem Alter bei Pensionsbeginn

ab.


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Bemessungsgrundlage

Aus dem beitragspflichtigen Einkommen aller versicherungspflichtigen Erwerbstätigkeiten wird ein Durchschnittswert, die Bemessungsgrundlage "zum Stichtag", errechnet.
Für Zeiten der Kindererziehung gilt eine gesetzlich festgelegte Bemessungsgrundlage.
Aus diesen beiden Bemessungsgrundlagen wird ein durchschnittlicher Wert, die so genannte Gesamtbemessungsgrundlage gebildet.


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Steigerungsbetrag

Der Steigerungsbetrag ist ein Prozentsatz der zur Anwendung gelangenden Bemessungsgrundlage. Dieser ist von der Anzahl der für die Leistungsbemessung zählenden Versicherungsmonate abhängig.

Seit 01.01.2004 wurden die Prozentpunkte jährlich in 0,04 Prozent-Schritten bis zum Jahre 2009 gesenkt.

Stichtag im Jahr für je 12 Versicherungsmonate
2004: 1,96 %
2005: 1,92 %
2006: 1,88 %
2007: 1,84 %
2008: 1,80 %
ab 2009: 1,78 %

Werden die Anspruchsvoraussetzungen in einem der Jahre 2004 bis 2008 erfüllt, die Pension jedoch erst später in Anspruch genommen, bleibt unabhängig vom Stichtag der jeweilige Prozentsatz erhalten.

Der Steigerungsbetrag (Leistung) darf 80 Prozent der höchsten zur Anwendung gelangenden Bemessungsgrundlage nicht überschreiten.

Liegen jedoch mehr als 45 Versicherungsjahre vor, ist die Leistung ohne Bedachtnahme auf Höchstgrenzen unter Zugrundelegung des Prozentsatzes von 1,78 zu ermitteln.

Hackler - Langzeitversicherung

Die Steigerungspunkte für diese Pension betragen bei einem

Stichtag bis inkl. 01.12.2007 2,00 Steigerungspunkte
Stichtag ab 01.01.2008 1,95 Steigerungspunkte
Stichtag ab 01.01.2009 1,90 Steigerungspunkte
Stichtag ab 01.01.2010 1,85 Steigerungspunkte
Stichtag ab 01.01.2011 1,78 Steigerungspunkte






Einmal erworbene Steigerungspunkte bleiben auch bei einem späteren Pensionsantritt gewahrt.
Beispiel: Die Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension, außer die Aufgabe der die Pflichtversicherung begründenden Erwerbstätigkeit, sind bereits im Jahr 2009 erfüllt, die Pension wird aber erst im Jahr 2012 in Anspruch genommen. In diesem Fall kommen 1,90 Steigerungspunkte zur Anwendung.

Die Leistung, mit Ausnahme eines besonderen Steigerungsbetrages, ist mit 80 Prozent der höchsten zur Anwendung kommenden Bemessungsgrundlage zu begrenzen.

Liegen mehr als 45 Versicherungsjahre vor, ist die Leistung mit 1,78 Steigerungspunkten ohne "80-Prozent-Grenze" zu ermitteln.

Hackler - Schwerarbeit

Die Steigerungspunkte für diese Pension betragen bei einem

Stichtag bis inkl. 01.12.2007 2,00 Steigerungspunkte
Stichtag ab 01.01.2008 1,95 Steigerungspunkte
Stichtag ab 01.01.2009 1,90 Steigerungspunkte
Stichtag ab 01.01.2010 1,85 Steigerungspunkte
Stichtag ab 01.01.2011 1,78 Steigerungspunkte


Einmal erworbene Steigerungspunkte bleiben auch bei einem späteren Pensionsantritt gewahrt.
Beispiel: Die Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension, außer die Aufgabe der die Pflichtversicherung begründenden Erwerbstätigkeit, sind bereits im Jahr 2009 erfüllt, die Pension wird aber erst im Jahr 2012 in Anspruch genommen. In diesem Fall kommen 1,90 Steigerungspunkte zur Anwendung.

Die Leistung, mit Ausnahme eines besonderen Steigerungsbetrages, ist mit 80 Prozent der höchsten zur Anwendung kommenden Bemessungsgrundlage zu begrenzen.

Liegen mehr als 45 Versicherungsjahre vor, ist die Leistung mit 1,78 Steigerungspunkten ohne "80-Prozent-Grenze" zu ermitteln.

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Verminderung

Verminderung bei einer vorzeitigen Alterspension

Wird eine vorzeitige Alterspension in Anspruch genommen, erfolgt eine Verminderung um 4,2 Prozent der Pension für je 12 Monate der früheren Inanspruchnahme. Die Verminderung darf aber höchstens 15 Prozent der Pension betragen.
Zusätzlich schützt der Verlustdeckel vor zu hohen Pensionsverlusten (siehe auch unter "Welche Schutzbestimmungen gibt es?").

Verminderung einer Korridorpension

Wird eine Korridorpension in Anspruch genommen, vermindert sich die Pension um 4,2 Prozent für je 12 Monate der früheren Inanspruchnahme vor dem Regelpensionsalter. Zusätzlich ist auch ein "Korridorabschlag" von 2,1 Prozent für je 12 Monate der früheren Inanspruchnahme zu berücksichtigen.

Übergangsbestimmungen gibt es für Personen, die vor dem 1. Jänner 1954 geboren wurden und eine vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer in Anspruch nehmen könnten. Für sie wird ein Abschlag in der Höhe von 4,2 Prozent für je 12 Monate vom Anfallsalter für eine vorzeitige Alterspension bis zum Regelpensionsalter ermittelt. Für den Zeitraum zwischen dem Pensionsantritt der Korridorpension und dem Anfallsalter für die vorzeitige Alterspension gibt es einen geringeren Abschlag von 2,1 Prozent für je 12 Monate.

Die Verminderung bei Inanspruchnahme der Korridorpension vor dem jeweiligen Anfallsalter für die vorzeitige Alterspension fällt für diese Zeit nicht in den Verlustdeckel.

Verminderung bei einer Schwerarbeitspension

Wird eine Schwerarbeitspension in Anspruch genommen, vermindert sich die Leistung ebenfalls um 4,2 Prozent für je 12 Monate der früheren Inanspruchnahme.
Zusätzlich schützt der Verlustdeckel vor zu hohen Pensionsverlusten.

Verminderung für Hackler - Langzeitversicherung

Bis zum Ablauf des Jahres 2013 erfolgt keine Verminderung der Pension für den Pensionsantritt vor dem Regelpensionsalter.
Sind die Anspruchsvoraussetzungen für eine Langzeitversicherungspension bis 31. Dezember 2013 erfüllt und wird die Pension erst ab dem 1. Jänner 2014 in Anspruch genommen, erfolgt die Berechnung weiterhin abschlagsfrei.
Ab 2014 beträgt die Verminderung 4,2 Prozent pro Jahr der früheren
Inanspruchnahme.
Für jene Personen, für die ein Anspruch auf eine vorzeitige Alterspension besteht, wird der Abschlag nur bis zum jeweils in Betracht kommenden Anfallsalters für die vorzeitige Alterspension berechnet (anstelle des Regelpensionsalters).
Siehe nachfolgende Tabelle!

linkÜbersicht - Anhebung des Pensionsantrittsalters (178.4 KB)

Verminderung für Hackler - Schwerarbeit

Die Verminderung beträgt 1,8 Prozent der Pension für je 12 Monate der früheren Inanspruchnahme vor dem Regelpensionsalter.

linkÜbersicht - Anhebung des Pensionsantrittsalters (178.4 KB)

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Besonderer Steigerungsbetrag

Ein besonderer Steigerungsbetrag gebührt zusätzlich zur Pension, wenn Beiträge zur freiwilligen Höherversicherung entrichtet werden. Diese Beiträge werden aufgewertet und mit einem im Gesetz festgelegten Faktor vervielfacht.

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Erhöhung der Alterspension

Wird die Alterspension trotz Erfüllung der Wartezeit erst nach Vollendung des Regelpensionsalter(s) in Anspruch genommen, ist für die Monate der späteren Inanspruchnahme ein Erhöhungsbetrag zur Pension ("Zuschlag") zu gewähren.

Die Erhöhung beträgt für je 12 Kalendermonate des späteren Pensionsbeginnes 4,2 Prozent der Pension; ein Rest von weniger als 12 Kalendermonate wird aliquot berücksichtigt.

Die erhöhte Alterspension aufgrund der späteren Inanspruchnahme ist mit 91,76 Prozent der Bemessungsgrundlage begrenzt.

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Besonderer Höherversicherungsbetrag

Personen, die neben dem Bezug einer Alterspension erwerbstätig sind, erhalten für die ab 01.01.2004 geleisteten Pensionsbeiträge einen besonderen Höherversicherungsbetrag zur Pension.

Dieser Betrag gebührt ab dem Kalenderjahr, das dem Kalenderjahr der Aufnahme der Erwerbstätigkeit folgt. Für jedes weitere Kalenderjahr der Erwerbstätigkeit wird der besondere Höherversicherungsbetrag im Folgejahr neu berechnet.
Als Service bieten die Pensionsversicherungsträger individuelle Pensionsvorausberechnungen an!