DRUCKEN

Bluthochdruck: Warnhinweise kommen oft zu spät!


Bei der Blutdruckmessung werden zwei verschiedene Werte gemessen. Das hängt mit dem An- und Absteigen des Drucks in den Arterien während der Pumparbeit des Herzmuskels zusammen. Der obere - systolische Wert - entspricht dabei dem höchsten, der untere - diastolische Wert - dem niedrigsten Druck in der Arterie. Bei Anstrengung oder Schmerz kann der Blutdruck phasenweise ansteigen, während er im Schlaf absinkt. Kurze Hochdruckphasen und Blutdruckschwankungen sind also normal. Ein ständig erhöhter Blutdruck dagegen hinterlässt dauerhafte Schäden an Herz und Gefäßen. Ab einem ständigen Druck von systolisch 140mmHg und/oder diastolisch 90mmHg spricht man von Bluthochdruck.

Fast jeder dritte Erwachsene erkrankt an Bluthochdruck. Da der Bluthochdruck lange Zeit keine Beschwerden verursacht, fällt die Erkrankung oft erst viel zu spät auf. Die Blutdruckmessung ist einfach und sollte regelmäßig durchgeführt werden. Besonders Menschen, bei denen Bluthochdruck in der Familie vorkommt, älteren Menschen, übergewichtigen Menschen, Zuckerkranken, Frauen, die die "Anti-Baby-Pille" einnehmen, Menschen mit Nierenerkankungen und bei Menschen, die sich salzreich ernähren, sollte dies beherzigt werden.

Warum ist zu hoher Blutdruck schädlich?
Die flexible Gefäßwand wird starrer und es entwickelt sich eine Gefäßwandverkalkung, -verhärtung und -verengung (Arteriosklerose). Dadurch werden auf längere Sicht vor allem Gehirn (im Sinne einer Hirnleistungsstörung durch viele kleine Schlaganfälle), Niere (Nierenversagen), Herz (Herzkranzgefäßerkrankung, Herzschwäche) und Augen geschädigt.

Verschiedene Risikofaktoren, die sich auch auf den Bluthochdruck auswirken und damit Ihre Gesundheit schädigen, können Sie jedoch selber beeinflussen: z. B. Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel, Stress und Zeitmangel. Daher kommt es auch auf die aktive Mithilfe durch Änderung der Lebensführung und Lebensgewohnheiten an.

Erste Warnhinweise kommen spät und sind oft Ausdruck für bereits geschädigte Organe. Mögliche Beschwerden sind dabei Kopfschmerzen, Schwindel, Nasenbluten, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit und Sehstörungen.

Tipp:
Wenn bei Ihnen zufällig ein hoher Blutdruck aufgefallen ist oder sie eines der oben erwähnten Krankheitszeichen an sich bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Nützen Sie daher jede Gelegenheit Ihren Blutdruck zu überprüfen, auch wenn Sie sich wohl fühlen!