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Schach – Extremsport fürs Gehirn - für jung und alt


Das Schachspiel nimmt aufgrund seiner Komplexität und Dynamik an der Schnittstelle von Kultur, Wissenschaft, Sport und Spiel eine besondere Stellung unter allen kulturellen Aktivitäten ein. Es wird weltweit seit mehr als einem Jahrtausend gespielt und erzeugte immer ein enormes, weit über alle anderen Spiele hinausgehendes Echo in Gesellschaft, Kunst und Kultur.

 

Die Europäische Union fördert die Einführung des Programms „Schach in der Schule“ in die Bildungssysteme der Mitgliedstaaten, da Schach ein leicht zugängliches Spiel für Kinder aus allen sozialen Schichten ist. Es unterstützt den sozialen Zusammenhalt, die gesellschaftliche Eingliederung, den Kampf gegen Diskriminierung, die Verringerung der Kriminalitätsrate und sogar den Kampf gegen verschiedene Abhängigkeiten. Unabhängig vom Alter der Kinder kann es für eine bessere Konzentrationsfähigkeit, mehr Geduld und Durchhaltevermögen, mehr Sinn für Kreativität, eine bessere Intuition, ein besseres Gedächtnis, bessere analytische Fähigkeiten und eine bessere Entscheidungsfähigkeit sorgen.

 

Außerdem können Entschlossenheit, Motivation und Fairness erlernt werden. Viele wissenschaftliche Studien belegen ebenfalls, dass Schachspiel für Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Herkunft für die Persönlichkeitsbildung und als Förder- und Bildungsunterstützung von besonderer Bedeutung ist.

 

Schach ist außerdem von hoher integrativer Wirkung. Es kennt weder sprachliche noch kulturelle Grenzen und vermittelt soziale Kompetenzen wie Toleranz, Respekt und Dialogbereitschaft.

 Quelle:    BMBF - Bundesministerium für Bildung und Frauen

   

„… nach außen wirkt Schach langsam, im Kopf sprinten allerdings die Gedanken um die Wette ..."

Quelle:    Manfred Nuescheler http://www.netzathleten.de/Nachrichten/Schach-ist-der-schnellste-Sport-der-Welt/-6774370327642227712/a

  

„ …der Kalorienverbrauch der Spieler bei einer Schachpartie ist der gleiche wie bei einem Fußballspiel …” 

Quelle:    Schach-Großmeister Jörg Hickl - Kölner Stadt Anzeiger

  

„… der Kalorienverbrauch bei der Denksportart (Schach) ist ebenso groß wie beim Dauerlauf …“ 

Quelle:    http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Denksport-mit-hohem-Kalorienverbrauch

   

Die 10 Vorteile von Schach 
„… Schach ist ein wahrer Wundersport. Er steigert den IQ, beugt Alzheimer vor und trainiert das Gedächtnis …” 

  1. Gehirnwachstum: Spiele wie Schach, die das Gehirn herausfordern, fördern die Bildung spezieller Gehirnzellen, der Dendriten. Diese Zellen senden Signale zu den Nervenfasern des Gehirns. Je mehr Dendriten das Gehirn besitzt, desto schneller funktioniert die Reizweiterleitung.

  2. Beide Gehirnhälften werden beansprucht: Eine deutsche Studie fand heraus, dass Schachspieler sowohl die linke als auch die rechte Gehirnhälfte einsetzen. Die Denksportler sollten Schachzüge und geometrische Formen erklären.
    Für die Identifikation der geometrischen Formen hatten sie die gleiche Reaktionszeit wie Laien. Für Schachzüge reagierten die Denksportler und Strategiekünstler jedoch viel schneller, weil sie beide Gehirnhälften aktivierten.

  3. Höherer IQ: Spielen kluge Menschen Schach, oder macht Schach Menschen klug? Eine Studie zeigt, dass Schach den IQ steigert: 4000 Studenten aus Venezuela steigerten nach nur vier Monaten Schachspielen ihren IQ signifikant. Also nehmen Sie sich ein Schachbrett und steigern Sie Ihren IQ.

  4. Alzheimerprävention: Im Alter ist es wichtig, das Gehirn zu beanspruchen. Es reagiert genau wie jeder andere Muskel, der nur durch Training fit bleibt. Forscher fanden heraus, dass Menschen, die älter als 75 Jahre sind und regelmäßig Strategiespiele wie Schach spielen, seltener an Demenz erkranken als Personen, die keine Brettspiele spielen.

    Die Studie wurde im „The New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Das englische Sprichwort „Do it or lose it“ ist sehr passend. Läuft das Gehirn auf Sparflamme, verliert es an Leistung. Also ein Grund mehr, schon vor dem 75. Geburtstag Schach zu spielen.

  5. Eine große Portion Kreativität: Schachspielen fördert kreatives Denken – aber nur, wenn die rechte Seite des Gehirns, die für Kreativität verantwortlich ist, arbeitet. Eine wissenschaftliche Untersuchung beobachtete Schüler der siebten bis neunten Klasse, die entweder einmal in der Woche Schach oder Computer spielten oder anderen Hobbys nachgingen.

    Ziel war es, in 32 Wochen herauszufinden, welche Aktivität das kreative Denken am meisten förderte. Die Schachgruppe war der Gewinner auf allen untersuchten Gebieten.

  6. Bessere Problemlösefähigkeit: Ein Schachspieler muss schnell denken und Probleme lösen können, da der Gegner ständig seine Strategie ändert. Eine Studie aus dem Jahr 1992 untersuchte 450 Fünftklässler in New Brunswick. Die Schüler, die Schach spielten, erzielten bessere Testergebnisse als diejenigen ohne Schachkenntnisse.

  7. Bessere Planung und Weitblick: Ein Teil des Gehirns, der präfrontale Kortex, ist für die Beurteilung, die Planung und Selbstkontrolle verantwortlich. Er bildet sich erst relativ spät, im Jugendalter, aus. Schachspielen erfordert strategisches und kritisches Denken.

    Diese Eigenschaften fördern die Entwicklung des präfrontalen Kortex' und helfen Teenagern bei Entscheidungen im Alltag. Das hält sie vielleicht sogar von dummen oder riskanten Entscheidungen ab.

  8. Gutes Leseverständnis: Eine oft zitierte Studie aus dem Jahr 1991 zeigt, dass Schachspielen das Leseverständnis trainiert. Stuart Margulies untersuchte 53 Grundschüler, die an einem Schachkurs teilnahmen und verglich sie mit Schülern ohne Schachkenntnisse aus der gleichen Gegend und über den Globus verteilt. Die schachspielenden Schüler erzielten überdurchschnittliche Testergebnisse.

  9. Trainiertes Gedächtnis: Schachspieler wissen, dass der Strategiesport das Gedächtnis trainiert. Komplexe Regeln, Fehler merken und die Strategie des Gegners im Kopf behalten: Gute Schachspieler haben eine ausgezeichnete Merkfähigkeit.

    Eine Studie aus Pennsylvania fand heraus, dass Sechstklässler mit Schachspielen ihr Gedächtnis und ihre verbalen Fähigkeiten verbesserten.

  10. Schnellere Regeneration nach einem Schlaganfall oder einer Behinderung: Schach fördert die Feinmotorik bei Menschen mit Behinderung, nach einem Schlaganfall oder einem Unfall. Der Betroffene muss die Schachfiguren in verschiedene Richtungen (vorwärts, rückwärts und diagonal) bewegen.

    Dies fördert die Feinmotorik der Patienten. Das Spielen mit einer anderen Person trainiert die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten. Schachspielen wirkt für viele Patienten beruhigend und hilft ihnen, sich zu entspannen und ihre Mitte zu finden.

  

Ernährung im Sport

… Nährstoffbilanz: drei Nähstoffe stehen uns zur Verfügung: Kohlenhydrate, Proteine und Fette …

 

… Kohlenhydrate: sie sollten die Hauptnahrungsquelle für einen Sportler darstellen. Vor allem im Ausdauerbereich zeigt sich sehr schnell die Erschöpfbarkeit der im Körper gespeicherten Kohlenhydrate. Damit kommt besonders in der Langzeitausdauer dem fehlenden Kohlenhydratnachschub limitierende Bedeutung zu …

 

Den wohl höchsten Energiebedarf haben die Straßenradrennfahrer, wenn sie bei 6 - 7-stündigen Etappen bis zu 10.000 kcal verbrauchen … 

Ihnen am nächsten kommen die Schachspieler. Bei Weltmeisterschaftsturnieren werden von den Spitzenspielern ähnliche Kalorienmenge, wie von Radfahrern verbraucht. 

Der exzessive Energieverbrauch scheint durch den erhöhten Muskeltonus und durch die enorme Gehirntätigkeit verursacht zu sein … 

Quelle:    Skriptum für Sportbiologie – Ausbildung zum Sportinstruktor, Dr. Thoams Mayr, Bundessportakademie (Bspa) Graz


Bei Weltmeisterschaftsturnieren werden von den Spitzenschachspielern ähnliche Kalorienmengen, wie von Radfahrern verbraucht. 

Der exzessive Energieverbrauch scheint durch den erhöhten Muskeltonus und durch die enorme Gehirntätigkeit verursacht zu sein. 

Quelle:    Skriptum für Sportbiologie – Ausbildung zum Sportinstruktor, Dr. Thoams Mayr, Bundessportakademie (Bspa) Graz

   

Bezirk:  Amstetten

Der Schachverein Amstetten ist der einzige Schachverein in NÖ, der mit einem Mädchen-/ Damen-Team aufwartet.
www.schachvereinamstetten.at

Zuletzt aktualisiert am 08. Mai 2017