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Laufen


Beschwerdefrei Laufen - Tipps von Mag. Iris Wagnsonner, MSc

Intelligentes und ökonomisches Laufen vermeidet Überlastung, Schmerzen oder Verletzungen.

Der anatomisch richtige Einsatz des Körpers entscheidet! Die beim Landen gespeicherte Energie kann verlustarm zurückgewonnen und von unten nach oben „recycelt“ werden: Der Vorfuß als Stoßdämpfer, das Bein als Sprungfeder, der Beckenboden als Kraft der goldenen Mitte, die Wirbelsäule als Rotationspendel – das ist Laufökonomie die sich phantastisch anfühlt!

Selbsttest: Laufen Sie ein paar Minuten und nehmen Sie wahr, wie sich Ihr Körper bewegt?

  • Lehnen Sie beim Laufen Ihren Oberkörper deutlich nach vorne oder zurück?
  • Laufen Ihre Füße dem Körper hinterher oder eilen Sie ihm voraus?
  • Fühlen Sie sich schwer oder schweben sie beim Laufen?
  • Läuft Ihr Brustbein mit oder ist es regelrecht fixiert?

Einfach nur wahrnehmen, was ist.

Die junge Frau auf der Prater Hauptallee. Schultern nach vorne gekippt und hochgezogen. Kopf in den Nacken geworfen. Ketchup-Rot das Gesicht, Schweiß rinnt von der Stirn. Der Ausdruck als würde man ihr gerade den letzten Zahn gezogen haben. Die Füße nachgezogen, als wären sie gar nicht Teil des Körpers.

Da gibt es nur eines. Für eine gesunde und schmerzfreie Laufbewegung ist vor allem die Einbeziehung des ganzen Körpers notwendig. Hier 3 Tipps für Ihre nächste Laufeinheit.

Aufrichten Wirbel für Wirbel - Lassen Sie den Kopf und die Gedanken frei!
Die Aufrichtung der Wirbelsäule ist eine Grundvoraussetzung. Denn durch eine konsequent aufgespannte Wirbelsäule fühlt sich die Läuferin bzw. der Läufer nicht nur subjektiv leichter, sondern landet auch deutlich sanfter mit dem Effekt, dass die Gelenke geschont werden. Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Heißluftballon. Ihr Kopf ist der Ballon, der zielstrebig nach oben strebt. Ihr Becken ist der Korb, der von der Schwerkraft angezogen nach unten zieht.

Lassen Sie die Schultern los!
Ziehen Sie den Kopf hoch und rollen Sie die Schulterblätter nach unten. Versuchen Sie während des Laufens, mit Ihrem Brustbein eine imaginäre liegende Acht in die Luft zu zeichnen. Die Brustwirbelsäule kommt dadurch von alleine in Schwung und setzt automatisch die Schultern in Bewegung, gegenläufig zum Becken.

Einfach loslaufen!
Der Fuß fällt beim Aufsetzen weder nach innen noch nach außen. Der Fuß setzt federleicht auf der Ferse auf. Der Fuß rollt von der Außenkante der Ferse zum Vorfuß ab, verankert dabei das Großzehengrundgelenk und macht sich bereit für einen kraftvollen Abstoß für den nächsten Schritt.

Autorin:
Mag. Iris Wagnsonner, MSc
Bewegungs- und Ernährungstrainerin
Körpergarten – Prävention Bewegung & Ernährung
Zögernsee 12, 2000 Stockerau
E-Mail: info@koerpergarten.at
Homepage: www.koerpergarten.at

Zuletzt aktualisiert am 05. Mai 2017