DRUCKEN

Auslandsaufenthalt


up

Europäische Krankenversicherungskarte

Die EKVK gilt in den meisten Ländern Europas (EU, EWR, Mazedonien, Schweiz, Serbien). Seit 1. Juli 2015 auch für Bosnien und Herzegowina. Wenn Sie in einem dieser Länder einen Arzt oder ein Krankenhaus in Anspruch nehmen müssen, weisen Sie bitte möglichst früh Ihre EKVK - blaue Rückseite der e-card - vor. Aufgrund internationaler Vereinbarungen sind Vertragsärzte und Vertragskrankenanstalten in diesen Ländern verpflichtet, Ihre EKVK zu akzeptieren und Sie wie einen nationalen Patienten zu behandeln. Eine Verrechnung erfolgt in der Regel direkt zwischen der örtlichen Krankenkasse und Ihrem Krankenversicherungsträger in Österreich.

In einigen Ländern (z.B. Frankreich) müssen auch einheimische Patienten die Behandlung privat bezahlen und erhalten die Kosten im Nachhinein von der Krankenversicherung vor Ort vergütet. Dies gilt auch für alle ausländischen Patienten.

up

Staaten mit bilateralen Sozialversicherungsabkommen

Für die Länder Montenegro und die Türkei besorgen Sie sich bitte rechtzeitig beim Dienstgeber (Dienstnehmer) bzw. beim Versicherungsträger (z.B. Pensionisten) einen Auslandsbetreuungsschein.


Es besteht jedoch die Besonderheit, dass sowohl in Serbien wie auch in Bosnien und Herzegowina - Vor Inanspruchnahme der Leistung - beim Krankenversicherungsträger des Aufenthaltsortes durch Vorlage der EKVK die Ausstellung eines entsprechendes Formular beantrag werden muss. Dieses ist in weiterer Folge der Leistungserbringerin bzw. dem Leistungserbringer (Ärztin oder Krankenhaus etc.) vorzulegen.

Es wird besonders darauf hingewiesen, dass ein Leistungsanspruch in den Vertragsstaaten nur für Personen besteht, die sich vorübergehend im Ausland aufhalten (Urlaub, dienstliche Entsendung) und deren Gesundheitszustand eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig macht (Dringlichkeitsfall) oder die sich im dienstlichen Auftrag im Ausland befinden und ärztliche Hilfe benötigen.

up

Gezielte Behandlung

Begibt sich ein Anspruchsberechtigter nur zum Zwecke der ärztlichen Behandlung ins EU-Ausland oder in einen sonstigen Vertragsstaat , ist vorher die Zustimmung des zuständigen Krankenversicherungsträgers einzuholen.  Sollte eine nachträgliche Prüfung ergeben, dass kein Anspruch auf Leistungen der Krankenbehandlung besteht, sind die zu Unrecht in Anspruch genommenen Leistungen dem zuständigen Krankenversicherungsträger zurückzuzahlen.  

Nicht verwendete Betreuungsscheine sind zu vernichten bzw. bei Anträgen auf Kostenerstattung beizulegen.


linkAntrag auf gezielte Krankenbehandlung im Ausland (19.3 KB)

up

Die EKVK wird nicht angenommen

In Einzelfällen ist nicht gänzlich auszuschließen, dass ein ausländischer Leistungserbringer (z.B. ein niedergelassener Arzt) etwa aus Unkenntnis der entsprechenden EU-Regelungen die Abwicklung mit der EKVK verweigert und auf Barbezahlung der erbrachten Leistungen durch Sie besteht. In diesem Fall lassen Sie sich bitte unbedingt eine detaillierte Rechnung ausstellen. Diese reichen Sie bitte nach Ihrer Rückkehr im Original beim zuständigen Krankenversicherungsträger ein, der die Erstattung nach den entsprechenden gesetzlichen Regelungen vornehmen wird.

Fremdsprachige Rechnungen müssen gut lesbar sein und einen deutlichen Stempelabdruck der Behandlungsstelle enthalten. Auf Honorarnoten, die wegen Unlesbarkeit nicht übersetzt werden können oder aus denen die Behandlungsstelle nicht ersichtlich ist, kann kein Kostenersatz geleistet werden.

Rückholkosten aus dem Ausland (z.B. Hubschrauber, Ambulanz-Jet, Rettungswagen usw.) sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Ein zusätzlicher Krankenversicherungsschutz (Reiseversicherung) ist zu empfehlen.

up

Erkrankung im Nichtvertragsstaat

Bei Erkrankungen in einem Staat, mit dem kein Abkommen besteht , müssen die Behandlungskosten vom Versicherten bezahlt werden. Die bezahlten Rechnungen können der VGKK zum Kostenersatz vorgelegt werden. Auch hier müssen der Name des Versicherten und des Patienten, deren Versicherungsnummern, die Diagnose und alle erbrachten Leistungen detailliert angeführt sein. Der Kostenersatz wird nach den in Vorarlberg geltenden Vertragstarifen geleistet.

up

Versicherungsschutz durch Zusatzversicherung

In Nichtvertragsstaaten muss damit gerechnet werden, dass nicht alle bei Krankheit und Unfall entstehenden Kosten durch die Vertragstarife der VGKK gedeckt sind.

Daher ist für die Absicherung des Restrisikos der Abschluss einer Zusatzversicherung zu empfehlen.

Bei einer Reise in Gebiete mit unzureichender medizinischer Versorgung oder mit hohen Arzt- und Spitalstarifen empfiehlt die VGKK den vorherigen Abschluss einer Auslands-Reiseversicherung, die auch den Rücktransport mit einer Ärzteflugambulanz abdeckt.